Zahnspange für Kinder: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Einen festen Stichtag für die erste Zahnspange gibt es nicht. Entscheidend ist, wie sich Zähne und Kiefer Ihres Kindes entwickeln. In der Regel ist eine erste kieferorthopädische Kontrolle im frühen Schulalter sinnvoll, die eigentliche Behandlung beginnt meist im späten Zahnwechsel. Früher wird nur bei bestimmten Befunden behandelt.

Ob und wann eine Behandlung nötig ist, klären wir in unserer Praxis für Kieferorthopädie in Küsnacht mit einer sorgfältigen Untersuchung. Nicht jede Fehlstellung muss behandelt werden, und nicht jede muss früh behandelt werden.

Drei Zeitfenster: Kontrolle, Frühbehandlung, Hauptbehandlung

Kieferorthopädinnen und Kieferorthopäden unterscheiden grob drei Zeitfenster. Die Altersangaben sind Richtwerte. Massgebend ist immer der Befund Ihres Kindes.

Erste Kontrolle im frühen Schulalter

Eine erste Kontrolle ist in der Regel etwa zwischen 7 und 9 Jahren sinnvoll [PRÜFEN: Altersangaben mit Dr. Bakirtzi abstimmen]. Dann sind die ersten bleibenden Schneide- und Backenzähne da, und Biss sowie Kieferwachstum lassen sich gut beurteilen. Oft lautet das Ergebnis: vorerst beobachten.

Frühbehandlung nur bei bestimmten Befunden

Eine kieferorthopädische Frühbehandlung kommt je nach Befund schon im Milch- oder frühen Wechselgebiss in Frage, etwa zwischen 5 und 9 Jahren [PRÜFEN: Altersangaben mit Dr. Bakirtzi abstimmen]. Sie ist gezielt und soll verhindern, dass sich ein Problem mit dem Wachstum verstärkt. Mögliche Gründe sind zum Beispiel:

  • ein Kreuzbiss, bei dem obere Seitenzähne innerhalb der unteren liegen
  • ein umgekehrter Frontzahnbiss, bei dem die unteren Schneidezähne vor den oberen stehen
  • stark vorstehende obere Schneidezähne, die bei Stürzen leichter verletzt werden
  • ein früher Verlust von Milchzähnen, wenn der Platz für die bleibenden Zähne gesichert werden muss

Eine Frühbehandlung ersetzt nicht immer eine spätere Hauptbehandlung. Sie kann diese aber je nach Ausgangslage vereinfachen.

Hauptbehandlung im späten Zahnwechsel

Die meisten Behandlungen beginnen in der Regel etwa zwischen 10 und 14 Jahren [PRÜFEN: Altersangaben mit Dr. Bakirtzi abstimmen]. Dann wechseln die letzten Milchzähne, und der Kiefer wächst noch. Dieses Wachstum lässt sich für die Korrektur nutzen. Zähne lassen sich aber auch später noch bewegen, deshalb behandeln wir ebenso Jugendliche und Erwachsene.

Anzeichen, auf die Eltern achten können

Einige Hinweise können Sie zu Hause selbst bemerken. Sie bedeuten nicht automatisch, dass eine Zahnspange nötig ist. Sie sind aber ein guter Grund für eine Kontrolle:

  • eng stehende, gedrehte oder überlappende Zähne
  • deutlich vorstehende oder zurückliegende Frontzähne
  • obere und untere Zähne treffen beim Zubeissen nicht richtig aufeinander
  • Milchzähne fallen auffallend früh oder spät aus
  • Ihr Kind atmet häufig durch den Mund oder lutscht noch lange am Daumen oder Nuggi
  • Schwierigkeiten beim Abbeissen oder Kauen

Auch beim Schuluntersuch in unserer Praxis prüfen wir, ob eine kieferorthopädische Frühbehandlung notwendig ist. Wir akzeptieren dafür die Gutscheine der Gemeinden [PRÜFEN: gilt weiterhin für alle Gemeinden?].

Welche Zahnspangen wir anbieten

Zu unserem Team gehört Dr. Sofia Bakirtzi, Fachzahnärztin für Kieferorthopädie. Welche Apparatur passt, hängt vom Befund, vom Alter und von der Mitarbeit Ihres Kindes ab. Möglich sind unter anderem:

  • Frühbehandlung bei Kindern, wenn der Befund es erfordert
  • herausnehmbare Zahnspangen, die nur beim konsequenten Tragen wirken
  • feste Zahnspangen mit Brackets für gezielte Zahnbewegungen
  • durchsichtige Schienen (Aligner), eher für Jugendliche und Erwachsene; Dr. Bakirtzi ist unter anderem für Clear Aligner und Orthocaps zertifiziert
  • Lingualtechnik, also Brackets auf der Innenseite der Zähne; Dr. Bakirtzi ist für Incognito und Win zertifiziert [PRÜFEN: Lingualtechnik als Leistung bestätigen]
  • Mini-Implantate als zusätzliche Verankerung in bestimmten Fällen [PRÜFEN: Mini-Implantate als Leistung bestätigen]

Jede Variante hat Vor- und Nachteile. Feste Spangen verlangen zum Beispiel eine besonders gründliche Zahnpflege. Für Jugendliche kann je nach Befund auch eine Behandlung mit Invisalign in Frage kommen [PRÜFEN: Invisalign für Jugendliche bestätigen]. Aligner eignen sich allerdings nicht für jede Fehlstellung.

Invalidenversicherung und Kosten

Bei bestimmten angeborenen Zahn- und Kieferfehlbildungen (Geburtsgebrechen gemäss GgV) kann die Invalidenversicherung (IV) die kieferorthopädische Behandlung übernehmen. Dr. Bakirtzi ist von der IV für kieferorthopädische Abklärungen anerkannt (Ziffern 208, 209, 210, 214 und 218 GgV). Ob ein Anspruch besteht, entscheidet die IV im Einzelfall [PRÜFEN: Ablauf von IV-Anmeldung und Abrechnung mit der Praxis klären].

In allen anderen Fällen hängen die Kosten von Befund, Apparatur und Behandlungsdauer ab. Sie erhalten vorab einen Kostenvoranschlag. Ob eine Zusatzversicherung einen Teil übernimmt, hängt von Ihrem Vertrag ab. Fragen Sie am besten vor Behandlungsbeginn bei Ihrer Versicherung nach [PRÜFEN: Kostenvoranschlag und Versicherungsabwicklung bestätigen].

So gehen wir in unserer Praxis vor

Am Anfang steht ein persönliches Beratungsgespräch mit Ihnen und Ihrem Kind. Wir untersuchen Zähne, Biss und Kiefer und nutzen dafür bei Bedarf einen digitalen 3D-Scan und digitale Röntgenaufnahmen. Den Scan zeigen wir auf einem grossen Bildschirm, damit auch Ihr Kind sieht, worum es geht.

Danach besprechen wir, ob jetzt behandelt, später behandelt oder zunächst nur beobachtet werden sollte. Den Therapieplan erstellen wir gemeinsam mit Ihnen. Kinder, die nervös sind, dürfen sich bei uns Zeit lassen. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite Zahnmedizin für Kinder & Familie.

Häufige Fragen

Muss jede schiefe Zahnstellung behandelt werden?

Nein. Kleine Unregelmässigkeiten sind häufig und oft rein ästhetisch. Eine Behandlung empfehlen wir, wenn Funktion, Zahngesundheit oder Kieferentwicklung betroffen sind, oder wenn Sie sich nach der Beratung bewusst dafür entscheiden.

Ist es für eine Zahnspange irgendwann zu spät?

Grundsätzlich nicht. Nach Abschluss des Wachstums lassen sich Zähne weiterhin bewegen. Korrekturen, die das Kieferwachstum betreffen, sind dann aber schwieriger. Deshalb lohnt sich eine frühe Kontrolle.

Wie lange dauert eine Behandlung?

Das hängt vom Befund und von der Apparatur ab. Eine Frühbehandlung ist in der Regel kürzer als eine Hauptbehandlung. Eine realistische Einschätzung erhalten Sie nach der Untersuchung [PRÜFEN: typische Behandlungsdauer mit Dr. Bakirtzi abstimmen].

Tut eine Zahnspange weh?

Nach dem Einsetzen oder Nachstellen spüren viele Kinder einige Tage lang einen Druck. Das ist normal und klingt in der Regel von selbst ab. Stellen, die scheuern, lassen sich bei der Kontrolle meist einfach anpassen.

Sie möchten wissen, ob Ihr Kind eine Zahnspange braucht? Vereinbaren Sie einen Termin in Küsnacht, wir nehmen uns Zeit für Sie beide.