Weisheitszähne müssen nicht automatisch entfernt werden. Sinnvoll ist die Entfernung vor allem dann, wenn ein Weisheitszahn keinen Platz hat, immer wieder Entzündungen verursacht, kariös ist oder benachbarte Zähne gefährdet. Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung, und die Heilung dauert meist einige Tage bis etwa eine Woche.
In unserer Zahnarztpraxis in Küsnacht bei Zürich werden chirurgische Eingriffe wie diese von Dr. Sofia Maria Belouka, Fachzahnärztin für Oralchirurgie, betreut. [PRÜFEN: Führt Dr. Belouka die Weisheitszahnentfernungen durch?] Auf dieser Seite erfahren Sie, wann eine Entfernung angezeigt ist, wie der Eingriff abläuft und was Ihnen hilft, wenn Sie Angst davor haben.
Was sind Weisheitszähne?
Weisheitszähne sind die hintersten Backenzähne, auch dritte Molaren genannt. Zahnärzte sprechen oft von den «Achtern», weil sie von der Mitte des Kiefers aus gezählt an achter Stelle stehen. Sie brechen als letzte Zähne durch, häufig im jungen Erwachsenenalter, manchmal aber auch nur teilweise oder gar nicht.
Weil sie so weit hinten liegen, sind Weisheitszähne beim Zähneputzen schwer zu erreichen. Bei manchen Menschen stehen sie gerade, sind gut zu reinigen und machen nie Beschwerden. Dann können sie bleiben und werden bei den regelmässigen Kontrollen im Auge behalten.
Wann ist eine Entfernung sinnvoll?
Ob ein Weisheitszahn entfernt werden sollte, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen nach einer Untersuchung und einem Röntgenbild. Häufige Gründe sind:
- Platzmangel: Der Zahn kann nicht richtig durchbrechen, bleibt im Kiefer stecken oder liegt schräg.
- Wiederkehrende Entzündungen: Bei teilweise durchgebrochenen Zähnen können sich Bakterien unter dem Zahnfleisch festsetzen. Die Entzündung des Zahnfleisches um den Zahn heisst Perikoronitis und ist oft schmerzhaft.
- Karies: Schwer erreichbare Stellen lassen sich schlecht reinigen, am Weisheitszahn selbst oder am Nachbarzahn.
- Zysten: Um einen im Kiefer verbliebenen Zahn können sich in seltenen Fällen Zysten bilden, die den Knochen schwächen.
Macht ein Weisheitszahn keine Probleme und ist gut zu pflegen, raten wir nicht vorsorglich zur Operation. Wie bei jedem Eingriff wägen wir Nutzen und Risiken im Einzelfall ab.
So läuft der Eingriff ab
- Untersuchung und Röntgen: Wir beurteilen die Lage von Zahn und Wurzeln. Wenn nötig, ergänzt eine dreidimensionale Aufnahme (DVT) das Bild, etwa um den Abstand zum Nerv im Unterkiefer zu sehen. Mehr dazu auf der Seite Röntgentechnologie in unserer Praxis.
- Aufklärung: Sie erfahren, was geplant ist, welche Betäubung infrage kommt und welche Risiken bestehen.
- Betäubung: Meist genügt eine örtliche Betäubung. Je nach Fall ist auch eine Vollnarkose möglich. [PRÜFEN: Vollnarkose aktuell angeboten?]
- Entfernung: Das Zahnfleisch wird geöffnet und der Zahn vorsichtig entfernt. Manchmal wird er dafür in Teile zerlegt. Danach wird die Wunde in der Regel vernäht.
- Nachsorge: Sie erhalten Anweisungen für die ersten Tage und einen Kontrolltermin.
Nach dem Eingriff: Heilung und mögliche Risiken
Schwellungen und Schmerzen in den ersten Tagen sind normal. Die Heilung dauert meist einige Tage bis etwa eine Woche, je nach Lage des Zahns und Umfang des Eingriffs auch länger. Diese Tipps helfen:
- Kühlen Sie die Wange von aussen, mit Pausen.
- Essen Sie in den ersten Tagen weiche, nicht zu heisse und nicht scharfe Speisen.
- Putzen Sie die übrigen Zähne wie gewohnt, aber schonen Sie die Wunde.
- Nehmen Sie Medikamente so ein, wie wir es mit Ihnen besprochen haben.
Wie jede Operation hat auch die Weisheitszahnentfernung Risiken, etwa Nachblutungen, Wundinfektionen oder eine verzögerte Wundheilung. Selten kann ein Nerv gereizt werden, was zu vorübergehenden, sehr selten auch länger anhaltenden Gefühlsstörungen an Lippe oder Zunge führt. Wir besprechen Ihr persönliches Risiko vor dem Eingriff. Nehmen starke Schmerzen, Schwellung oder Fieber nach einigen Tagen wieder zu, melden Sie sich bitte bei uns.
Angst vor dem Eingriff?
Viele Menschen schieben eine Weisheitszahnentfernung aus Angst hinaus. Das ist verständlich, aber entzündete Weisheitszähne werden durch Warten oft nicht besser, und die Beschwerden können zunehmen. Sprechen Sie Ihre Angst offen an: Das ist der erste und wichtigste Schritt.
Wir lernen Sie zuerst kennen und behandeln erst, wenn Sie bereit sind. Ein ausführliches Gespräch, klare Erklärungen und Pausen, wann immer Sie sie brauchen, nehmen vielen Patienten die Anspannung. Für ängstliche Patienten bieten wir zudem eine Lachgassedierung und den Quicksleeper für eine sanftere Betäubungsspritze an. [PRÜFEN: Lachgas und Quicksleeper auch bei Weisheitszähnen?] Mehr dazu lesen Sie unter Angst vor dem Zahnarzt: so helfen wir Angstpatienten.
So gehen wir in unserer Praxis vor
Am Anfang steht eine Untersuchung mit Röntgenbild. Unsere Praxis verfügt über ein 3D-Röntgengerät (Orthophos SL 3D), und Dr. Belouka hat die Fachkunde für die DVT-Diagnostik. So können wir die Lage schwieriger Weisheitszähne genau beurteilen, bevor wir eine Empfehlung geben.
Danach besprechen wir mit Ihnen, ob eine Entfernung nötig ist, welche Zähne betroffen sind und welche Betäubung passt. Die Kosten hängen von der Anzahl und Lage der Zähne sowie vom Aufwand ab. Sie erhalten vorab einen Kostenvoranschlag.
Häufige Fragen
Muss jeder Weisheitszahn entfernt werden?
Nein. Gesunde, gut durchgebrochene Weisheitszähne, die sich gut reinigen lassen, können bleiben. Wir kontrollieren sie bei den regelmässigen Untersuchungen.
Zahnarzt oder Kieferchirurg: Wer entfernt Weisheitszähne?
Einfache Fälle kann oft der Zahnarzt behandeln. Für tief liegende oder schräge Zähne ist eine chirurgische Spezialisierung sinnvoll. In unserer Praxis arbeitet mit Dr. Belouka eine Fachzahnärztin für Oralchirurgie, sodass viele Eingriffe direkt bei uns möglich sind.
Werden alle Weisheitszähne auf einmal entfernt?
Das hängt von Ihrer Situation und Ihrem Wunsch ab. Manchmal ist es sinnvoll, alle in einer Sitzung zu entfernen, manchmal in mehreren Schritten. [PRÜFEN: Vorgehen der Praxis] Wir besprechen das bei der Planung.
Wie lange bin ich nach dem Eingriff eingeschränkt?
Die meisten Patienten brauchen einige Tage Schonung. Die Heilung dauert meist einige Tage bis etwa eine Woche. Planen Sie direkt nach dem Eingriff keine körperlich anstrengenden Termine ein.
Haben Sie Beschwerden mit einem Weisheitszahn oder möchten Sie wissen, ob Ihre Weisheitszähne bleiben können? Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis in Küsnacht.
